Der Blickwinkel

Jusos meucheln Annen (MK) | Nov 17th 2008

Es ist wieder einer der verdammten Tage, die ich kaum ertrage…..und mich ständig frage, was ist los mit dieser SPD? Was ist mit der von den Seeheimern so oft geforderten „innerparteilichen Solidarität“? Gab es so etwas überhaupt jemals? Eine Frage die wohl nicht beantwortet werden kann.

Eins steht jedoch fest: Seid Schröder ist etwas anders in dieser Partei. Das was vorher gegen die Anderen außerhalb der SPD galt. Zusammenstehen und „dicht halten“ scheint nicht mehr zu gelten.

Es kommt zu recht absurden Aktionen um zu verhindern das die vom einen Flügel mehr bekommen als die vom anderen. Da tun sich die die sonst auf Machterhalt fixierten „rechten“ Genossen in Hessen als Regierungsverhinderer auf.  Aus Gewissensgründen. 2 Tage vor der Ministerpräsidentinnenwahl. Tja, nur die Harten kommen in den Garten.

Und dann sind da die „rechten“ JuSos (Junge SozialdemokratInnen) in Hamburg mit nichts besserem beschäftigt als einen ehemaligen Juso-Bundesvorsitzenden abzusägen, nur weil er „linkere“ Positionen vertritt als sie. Dies tun sie auch noch auf nicht sehr kluge Weise. Sie ziehen mit der undemokratischen Weise mit der sie die Deligationen zuerst unterwandern und dann 2 Wochen vor dem Termin mit ihrem tollen Kandidaten um die Ecke kommen den Unmut der gesamten Partei auf sich. So untergräbt man eine ordentliche Diskussion und Befragung des Kandidaten und zerstört den Basisdemokratischen Ansatz den die Jusos immer vertreten haben. Mit dieser Jusotaktik aus der grauen 70er-Jahre-Vorzeit zeigen die Hamburger JuSos genau das was sie sind. Ein Machtgeiler Richtungsverband für den die Solidarität eine Einbahnstraße ist. Immer dann wenn sie diese fordern soll die Parteilinke springen. Wenn es aber möglich ist einen Parteilinken zu verhindern, dann wird nicht mit der Wimper gezuckt und reingetreten.

Es wird deutlich das ein tiefer Riss durch die SPD geht. Vielleicht war der schon länger da, als ich es beobachten kann, aber seid Schröder ist er tiefer und offensichtlicher geworden als zuvor. Er steht bei fast jeder Entscheidung im Vordergrund und schwächt letzendlich die Partei gegen ihre Gegner von rechts wie von links.

ein schwermütiger Blickwinkel…..

taz.de


3 Kommentare »

  1. Also dass etwas „anders“ ist… da stimme ich durchaus zu. Dass das der SPD nciht gut steht, da auch. Aber die vier derartig abzuwerten… da rollen sich mir die Fußnägel hoch. Und Machterhalt-Fixiert… da fällt mir eigentlich nur Ypsilanti ein, Machtgeilheit personifizert.

    Kommentar von deltarius — November 17, 2008 @ 8:35

  2. In Hessen ging es nach der, zugegeben beschissenen, Situation, mit dem gebrochenen Wahlversprechen, dass es nie hätte geben dürfen und für das Andrea Ypsilanti die Schuld trägt, um einen konstruktiven sozialdemokratischen Weg aus der Misere. Letztendlich ging es wieder um Koch oder nicht Koch. Und daran, dass die SPD statt mit konstruktiver Regierungspolitik verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen konnte, nun in einen aussichtslosen Wahlkampf ziehen muss, daran ist das Trio Walter und Co. schuld. Ypsilanti wollte nur ein Politik für Hessen ohne Koch. Walter wollte nur seine Niederlage nicht akzeptieren. Und wenn er nicht mitmachen darf dann auch kein anderer.

    Kommentar von martinkrupp — November 18, 2008 @ 12:33

  3. Dem ersten Teil kann ich wieder zustimmen.
    Dass Frau Ypsilanti sich aber alles erlauben darf ohne irgendwelche ernsthaften Konsequenzen für sich selber zu ziehen, das sehe ich anders.
    Vertrauen gewinnen durch die Zusammenarbeit mit einer Partei, deren Einbeziehen den Vertrauensverrat darstellt? Die Realität müsste einen jawohl spätestens bei der Hälfte der Frage einholen. Etwas arg selbstgerecht ausgelegt.

    Und den aussichtslosen Wahlkampf kann man einer Partei nur wünschen, die Wähler verschaukelt und sich derart undemokratisch im Umgang mit Abgeordneten aufführt.
    Dass Walter aus einer „Niederlage“ heraus einmal nachgetreten habe ist nichts weiter als eine Unterstellung.

    http://blogts.wordpress.com/2008/11/17/kein-rachefeldzug/

    Kommentar von deltarius — November 18, 2008 @ 1:12


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Über den Autor

Marcel ist 21 Jahre alt und Martin ist 23 Jahre alt. Beide studieren an der RWTH Aachen Politische Wissenschaft und Germanistische und Allgemeine Literaturwissenschaft. Sie schreiben diesen Blog aus ihrem Blickwinkel.

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