Der österreichische Rechtspopulist Jörg Haider will zurück in die Bundespolitik Österreichs. Er wird aller Voraussicht nach den Bundesvorsitz der von ihm gegründeten Partei Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) wieder übernehmen. Der jetzige Vorsitzende Westenthaler wurde wegen Falschaussage zu neun Monaten auf Bewährung verurteilt. Haider war bereits bis 2006 Vorsitzender der Partei, die er nach einem Zerwürfnis mit seinen damaligen Kollegen bei der FPÖ gegründet hatte.
Haider, der vor allem durch ausländerfeindliche und populistische Äußerungen auffällt, überlegt ob er sogar als Spitzenkandidat des BZÖ bei der vorgezogenen Nationalratswahl antritt. So oder so ist es ein erneuter Rückschritt für die österreichische Politik. Haider fährt seine Siege immer durch Pauschalisierungen und Politik auf dem Rücken Schwächerer ein, wie z.B. vor kurzem „brillierte“ Haider mit der Abschiebung von fünf „Schwerkriminellen“(u.a. versuchter Diebstahl) in ein Nachbarbundesland. Es wäre besser für Österreich wenn der 68-jährige dort bleibt, wo er ist. In Kärnten. Dort kann der Landeshauptmann, außer ein paar mehrsprachige Ortsschilder ausreißen zu lassen, nichts schlimmeres mehr anrichten. Zu wünschen wäre es Österreich, die insgesamt in letzter Zeit nicht viel Glück mit ihrer politischen Klasse hatte.
Der Blickwinkel eines besorgten Nachbarn….
dass haider in kärnten nichts schlimmes anrichten kann, entspricht nicht ganz den tatsachen: der junge ist ein schwer deutschnationaler mit einer vorliebe für junge, österreichische männer.
schließlich sorgt er auch dafür, dass keine partei der slowenischen minderheit in den landesrat kommt.
dennoch sollte man nicht aufgrund dessen erschrecken – so ziemlich alle politologen sind sich einig, dass das bzö außer einem grundmandat im stammland kärnten nichts auf die reihe kriegt.
Kommentar von urbaninside — August 3, 2008 @ 11:27